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Padel ist neuer Trendsport

Der Klassenausflug der Klasse 10 der Mülheimer Rudolf-Steiner-Schule war schon etwas ganz Besonderes, denn die Jugendlichen und ihre Klassenlehrerin Silvia Alberts-Jahn hatten offensichtlich sehr viel Spaß auf der noch jungen Padel-Anlage bei der SV Langendreer 04 am Leithenhaus. Aus Mülheim? „Eine Kollegin kommt aus Dortmund“, erklärt Alberts-Jahn, „und hatte von dieser neuen Sportart und von der brandneuen Anlage im Bochumer Osten gehört.“

Marcel Maltritz, der Ex-Profi des VfL Bochum, will den Trendsport, der aus Spanien regelrecht „herüberschwappt“, in Langendreer etablieren und auf Sicht hier die größte deutsche Anlage bauen. „Zu den vier Outdoor-Courts, die wir am 26. September eröffnet haben“, so der Klasse-Fußballer, der eigene Mittel in die Anlage investiert hat „sollen noch vier weitere kommen.“ Maltritz machte mit den Mülheimer Schülern eine Padel-Einführung und weckte großes Interesse.

„Padel wächst dreifach jährlich, ist der am schnellsten wachsende Sport weltweit mit inzwischen ca. 20 Mio. Aktiven“, ergänzt Darek Nowicki, der in Langendreer als Trainer arbeitet und die neue Padel-Akademie leitet. Auch der 50jährige Ex-Tennisprofi, der im Daviscup für Polen spielte und später mit Michael Kohlmann Deutscher Meister im Herrendoppel wurde, ist begeistert von Padel.

Marcel Maltritz ist übrigens nicht der einzige Fußballprofi, der an die neue Trendsportart glaubt. Michael Rummenigge, der Bruder von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, hat schon Anfang 2017 in Münster in einen Indoor-Court investiert. Schwedens Top-Fußballer Zlatan Ibrahimovic besitzt in Schweden, so Nowicki, schon 100 Courts.

„Beim Padel treffen sich Spieler die bisher Tennis, Tischtennis oder Squash gespielt haben“, sagt Padelworld-Chef Maltritz. „Es ist intuitiv und schnell erlernbar.“ Das Padel-Virus habe ihn deshalb schon früh infiziert. Die Spieler treten im Doppel an. Es gibt ein Netz, wie beim Tennis, und Glaswände im Rücken der Spieler, die genau wie die seitlichen Gitter ins Spiel einbezogen werden. „Wenn ich die Chance habe, ins Gitter zu spielen“, lacht Nowitzki, „dann mache ich das, weil der Gegner den Ball dann nur mit sehr viel Glück kontrollieren kann.“

Die Nachbarn auf der Anlage am Leithenhaus können sich nach der Umnutzung von Teilen der Tennisanlage auf Padel im Übrigen auch freuen: Ein Schallgutachten hat in Frankfurt ergeben, dass Padel zwei Dezibel weniger Lärm erzeugt als Tennis. Das kann bei den geplanten Turnieren nur von Vorteil sein. www.padelworld-bochum.de

EMPRA begeistert Fans

Es geht aufwärts mit der Bühnen-Karriere von Moritz Kaiser alias Empra. Vor wenigen Wochen ist „Red Lights“; die neue Single des Langendreerers, auf Fedde Le Grands Label Darklight Recordings erschienen.  Nachdem der 25jährige im Vorjahr beim Giga-Event Tomorrowland in Belgien aufgetreten ist, ist das eine weiterer Schritt nach oben. Fedde Le Grand ist ein international bekannter DJ und Musikproduzent aus Holland.

„Kaiser“, so erklärt Empra immer wieder gern, „heißt im Englischen emperor und daraus entstand mein Künstlername.“ Den Auftritt bei Tomorrowland, weltweit das größte Festival für elektronische Tanzmusik mit mehr als 400.000 Besuchern, hatte der Bochumer übrigens bei einem Wettbewerb gegen ca. 1.000 Mitbewerber gewonnen und diesen Erfolg, den er mit eigenen Stücken bestritt, extrem genossen.

„Red Lights“ ist mit einem professionellen Video gestartet, an dem viele weitere Langendreerer aus dem kreativen Freundeskreis des Musik-Zauberers Empra mitgearbeitet haben: Kameramann Victor, der am Alten Bahnhof wohnt, agierte an der Kamera und als Filmproduzent mit Shahrzad Mazloumsaki und der gemeinsamen, noch jungen Firma Lifton.

Mit Alexander Kreis, Christina Röttgermann, Fabian Ellenhorst, Raphael Barth und Kaisers Freundin Viviane Lihs haben sie in den Räumen der Disco „Matrix“ (Dank an Marvin Göritz) mehrere Tage gedreht und dabei mit professionellen Tänzerinnen gearbeitet. „Die Hygiene-Vorschriften“, erzählt Oonk, „waren eine zusätzliche Herausforderung, aber wir haben auch das gemeistert.“

„Unser Video“, sagt Empra, den es gerade der Liebe wegen nach Wattenscheid verschlagen
hat, „ist super geworden.“ Premiere des Videos auf Youtube feierten Empra und sein Team schon
im Oktober auf dem Kanal von Darklight. Die Musik allein ist auf allen üblichen Streaming Plattformen zu hören.