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Aktuelles

„Schasi“ gewinnt Zimmer-Contest

Den international ausgeschriebenen Hans-Zimmer-Contest gewann die Bochumer Regisseurin Shahrzad Mazloumsaki bereits im Dezember mit ihrem Regie Debüt. Innerhalb von nur drei Tagen hatte sie mit der Langendreerer Filmproduktionsfirma Lifton Media, die sie mit ihrem Geschäftspartner und Kameramann Victor Oonk 2018 gründete, das Video zur Zimmer-Komposition „Time“ aus dem Film „Inception“ von Christopher Nolan (2010) produziert.

„Aus über 400 Beiträgen aus der ganzen Welt hat sich Hans Zimmer mit seiner Jury für das Video der Bochumerin entschieden. Dieses wird damit zu einem der neuen, offiziellen Musikvideos von Hans Zimmer“, schreibt Lifton Media.

„Für ihr Video engagierte die 29jährige Regisseurin keine Schauspieler, stattdessen erzählen Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Herkunft vor der Kamera ihre persönlichen Geschichten.“

Dass für die junge Frau und ihren Langendreerer Kamera-Partner Victor Oonk damit ein Traum in Erfüllung geht, versteht sich von selbst. Unter den insgesamt sechs Gewinnern ist die gebürtige Iranerin die einzige Frau. Und dies trotz der Tatsache, dass die Filmindustrie immer noch von Männern dominiert wird.

Damit sind Lessing-Abiturient Oonk (2014) und seine Geschäftspartnerin Shahrzad Mazloumsaki (Abi 2012 am Neuen Gymnasium), die alle nur „Schasi“ nennen, dem Oscar gefühlsmäßig schon etwas näher gekommen: 2019 feierten sie zunächst eine eigene Filmpremiere in der Dortmunder „Schauburg“ mit rund 100 Leuten und anschließend die Oscar-Nacht. Jetzt gibt es eine Verbindung zu dem 1957 in Frankfurt geborenen Filmmusik-Giganten Hans Zimmer,
der insgesamt mehr als 35 Mal für Golden Globe, Emmy und Oscar nominiert war und letzteren 1995 für „König der Löwen“ gewann.

Firmen- und Musikvideos haben die beiden schon oft gedreht. „Das war nicht so aufwändig.“ Dabei war ein Musikvideo sogar schon nominiert für einen internationalen Contest. Für die Zukunft wünschen sich Victor und Schasi, auch weiterhin mit ihrer gemeinsamen Produktionsfirma Lifton Media Filme zu schaffen, die Geschichten erzählen und die Zuschauer bewegen.

Trauer um Cheese-Chef Rolf Stephan

Fieber an den Weihnachtstagen, direkt danach die Einweisung ins Knappschaftskrankenhaus, wo er drei Wochen auf der Intensivstation behandelt wurde, ohne dass man ihm helfen konnte: am 18. Januar starb – für viele schockierend – Rolf Stephan, der Inhaber des Café Cheese an der Alten Bahnhofstraße 180. Er konnte das Krankenhaus nicht mehr verlassen.

Seine Frau Petra, zwei Kinder und ein Enkelkind trauern um den sympathischen, als Gastronom überall beliebten Mann, der am 7. Februar 68 Jahre alt geworden wäre. Corona hat mitten in Langendreer eine große Narbe geschlagen, denn der kulturelle Treffpunkt am Stern, wegen der Pandemie bereits einige Zeit geschlossen, wird seine Türen nicht mehr öffnen. „Seine letzten Worte“, sagt Petra Stephan, „waren am Mobiltelefon, dass wir das schaffen.“ Das war am 27. Dezember. Danach war er nicht mehr bei Bewusstsein. Immerhin durften Frau und Kinder den Schwerkranken an den letzten Tagen noch besuchen, nachdem dies lange nicht möglich war.

Viele Langendreerer sind geschockt, dass die Pandemie mitten im Bochumer Osten eine solche Lücke reißt. In den sozialen Medien gab es zahllose Beileidsbekundungen und Spekulationen, was denn nun aus dem beliebten Treffpunkt Café Cheese wird. Petra Stephan macht allerdings deutlich, dass diese Zeit nun endgültig beendet ist, dass sie die Verantwortung allein nicht mehr tragen kann und will.

„Rolf liebte das Leben und die Menschen. Und wir wollten so gern noch eine unserer Flusskreuzfahrten machen“, sagt sie. Die Erfüllung dieses Wunsches und einen gemeinsamen Ruhestand wird es nun leider nicht mehr geben. Aber alle, die Rolf Stephan kannten, werden sich an einen lebenslustigen Herzensmenschen erinnern, der sich im Februar 2019, zum Zehnjährigen des Cafés, mit seiner Frau auf der Tanzfläche drehte. Am 3. Februar wird er auf dem Friedhof an der Hauptstraße beigesetzt.

 

DBC agiert coronabedingt

Die letzte Mitgliederversammlung fand im Mai 2019 statt. Seitdem gibt es Frauenpower beim traditionsreichen DBC Bochum: der Vorstand des Billardvereins besteht zu 50 % aus Damen. Unter dem Vorsitz von Gerda Blache hatten die Mitglieder Birgit Franken zur Schatzmeisterin und Finn Marie Möller zur stellvertretenden Sportwartin gewählt. Geschäftsführer ist “Mr. Billard” Paul Kimmeskamp, Sportwart wurde Wolfgang Kuhnke und Ludger Havlik 2. Vorsitzender. Wann die nächste Präsenzversammlung sein wird, ist coronabedingt allerdings offen.

Eine Versammlung, die Vorsitzende Gerda Blache in Absprache mit dem Vorstand schon für April 2021 angesetzt hatte, muss laut § 5 COVMG (Gesetz über Maßnahmen im Gesellschaftsrecht u.a. zur Bekämpfung der COVID19-Pandemie) nämlich nicht stattfinden „solange die Mitglieder sich nicht an einem Ort versammeln dürfen und die Durchführung der Mitgliedersammlung im Wege der elektronischen Kommunikation für den Verein oder die Vereinsmitglieder nicht zumutbar ist.“

Dort wird also auch auf die Altersstruktur der Mitglieder verwiesen, die eine elektronische Kommunikation möglicherweise nicht zulässt, was evtl. dazu führt, dass nicht wenige Vereine ihre Hauptversammlungen verschieben werden. Gemäß Art. 14 Abs. 3 des Änderungsgesetzes treten die Änderungen zwei Monate nach Verkündigung des Gesetzes, also ab 28.2.2021 in Kraft.

„Unsere Versammlung wird präzise terminiert“, so Gerda Blache, „wenn absehbar ist, dass wir uns wieder im Billardzentrum treffen können.“ Alle DBC-Vorstandsmitglieder bleiben so lange im Amt, bis eine neue JHV stattgefunden hat. Im Bild (v.li.) Ludger Havlik (2. Vorsitzender), Gerda Blache (Vorsitzende), Wolfgang Kuhnke (Sportwart), Schatzmeisterin Birgit Franken und Geschäftsführer Paul Kimmeskamp. Finn Marie Möller fehlt auf dem Bild.

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Padel ist neuer Trendsport

Der Klassenausflug der Klasse 10 der Mülheimer Rudolf-Steiner-Schule war schon etwas ganz Besonderes, denn die Jugendlichen und ihre Klassenlehrerin Silvia Alberts-Jahn hatten offensichtlich sehr viel Spaß auf der noch jungen Padel-Anlage bei der SV Langendreer 04 am Leithenhaus. Aus Mülheim? „Eine Kollegin kommt aus Dortmund“, erklärt Alberts-Jahn, „und hatte von dieser neuen Sportart und von der brandneuen Anlage im Bochumer Osten gehört.“

Marcel Maltritz, der Ex-Profi des VfL Bochum, will den Trendsport, der aus Spanien regelrecht „herüberschwappt“,
in Langendreer etablieren und auf Sicht hier die größte deutsche Anlage bauen. „Zu den vier Outdoor-Courts, die wir am 26. September eröffnet haben“, so der Klasse-Fußballer, der eigene Mittel in die Anlage investiert hat „sollen noch vier weitere kommen.“ Maltritz machte mit den Mülheimer Schülern eine Padel-Einführung und weckte großes Interesse.

„Padel wächst dreifach jährlich, ist der am schnellsten wachsende Sport weltweit mit inzwischen ca. 20 Mio. Aktiven“, ergänzt Darek Nowicki, der in Langendreer als Trainer arbeitet und die neue Padel-Akademie leitet. Auch der 50jährige Ex-Tennisprofi, der im Daviscup für Polen spielte und später mit Michael Kohlmann Deutscher Meister im Herrendoppel wurde, ist begeistert von Padel.

Marcel Maltritz ist übrigens nicht der einzige Fußballprofi, der an die neue Trendsportart glaubt. Michael Rummenigge, der Bruder von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, hat schon Anfang 2017 in Münster in einen Indoor-Court investiert. Schwedens Top-Fußballer Zlatan Ibrahimovic besitzt in Schweden, so Nowicki, schon 100 Courts.

„Beim Padel treffen sich Spieler die bisher Tennis, Tischtennis oder Squash gespielt haben“, sagt Padelworld-Chef Maltritz. „Es ist intuitiv und schnell erlernbar.“ Das Padel-Virus habe ihn deshalb schon früh infiziert. Die Spieler treten im Doppel an. Es gibt ein Netz, wie beim Tennis, und Glaswände im Rücken der Spieler, die genau wie die seitlichen Gitter ins Spiel einbezogen werden. „Wenn ich die Chance habe, ins Gitter zu spielen“, lacht Nowitzki, „dann mache ich das, weil der Gegner den Ball dann nur mit sehr viel Glück kontrollieren kann.“

Die Nachbarn auf der Anlage am Leithenhaus können sich nach der Umnutzung von Teilen der Tennisanlage auf Padel im Übrigen auch freuen: Ein Schallgutachten hat in Frankfurt ergeben, dass Padel zwei Dezibel weniger Lärm erzeugt als Tennis. Das kann bei den geplanten Turnieren nur von Vorteil sein. www.padelworld-bochum.de

EMPRA begeistert Fans

Es geht aufwärts mit der Bühnen-Karriere von Moritz Kaiser alias Empra. Vor wenigen Wochen ist „Red Lights“; die neue Single des Langendreerers, auf Fedde Le Grands Label Darklight Recordings erschienen.  Nachdem der 25jährige im Vorjahr beim Giga-Event Tomorrowland in Belgien aufgetreten ist, ist das eine weiterer Schritt nach oben. Fedde Le Grand ist ein international bekannter DJ und Musikproduzent aus Holland.

„Kaiser“, so erklärt Empra immer wieder gern, „heißt im Englischen emperor und daraus entstand mein Künstlername.“ Den Auftritt bei Tomorrowland, weltweit das größte Festival für elektronische Tanzmusik mit mehr als 400.000 Besuchern, hatte der Bochumer übrigens bei einem Wettbewerb gegen ca. 1.000 Mitbewerber gewonnen und diesen Erfolg, den er mit eigenen Stücken bestritt, extrem genossen.

„Red Lights“ ist mit einem professionellen Video gestartet, an dem viele weitere Langendreerer aus dem kreativen Freundeskreis des Musik-Zauberers Empra mitgearbeitet haben: Kameramann Victor, der am Alten Bahnhof wohnt, agierte an der Kamera und als Filmproduzent mit Shahrzad Mazloumsaki und der gemeinsamen, noch jungen Firma Lifton.

Mit Alexander Kreis, Christina Röttgermann, Fabian Ellenhorst, Raphael Barth und Kaisers Freundin Viviane Lihs haben sie in den Räumen der Disco „Matrix“ (Dank an Marvin Göritz) mehrere Tage gedreht und dabei mit professionellen Tänzerinnen gearbeitet. „Die Hygiene-Vorschriften“, erzählt Oonk, „waren eine zusätzliche Herausforderung, aber wir haben auch das gemeistert.“

„Unser Video“, sagt Empra, den es gerade der Liebe wegen nach Wattenscheid verschlagen
hat, „ist super geworden.“ Premiere des Videos auf Youtube feierten Empra und sein Team schon
im Oktober auf dem Kanal von Darklight. Die Musik allein ist auf allen üblichen Streaming Plattformen zu hören.